Diskussionen

In fünf parallel durchgeführten Panel-Diskussionen wurden thematische Schwerpunkte von IT und ihre Möglichkeiten für den Mittelstand betrachtet:

Unter sind jeweils auf wenigen Folien die Ergebnisse der Diskussionsrunden zusammengefasst.

Serviceorientierte Architektur (SOA)
Service-orientierte Architektur (SOA) strukturiert das Geschäft und die IT eines Unternehmens nach Diensten.

SOA ist modular aufgebaut und kann flexibel zur Umsetzung von Geschäftsprozessen genutzt werden. SOA lässt sich nicht fertig auf dem Markt kaufen, vielmehr ist SOA ein Konzept, das jeweils auf die individuellen Gegebenheiten eines Unternehmens angepasst werden muss. Eine Service-orientierte Architektur ist nie abgeschlossen, sondern entwickelt sich mit dem Unternehmen weiter.

Weiterführende Informationen:

Panel Chairs:
Björn Brauel
VP, Deputy CTO,
Software AG
Nicolas Repp
SOA-Compence Center,
Technische Universität Darmstadt
E-Government
E-Government: Chancen für Unternehmen und Verwaltung (Dr. August Ortmeyer): Wirtschaftsfreundliche Gesetze und geringe Bürokratielasten sind wichtige Standortfaktoren im internationalen Wettbewerb. Effizientes Verwaltungshandeln wird jedoch nicht nur durch Gesetze und Verordnungen bestimmt, sondern auch durch den konkreten Vollzug im Kontakt zwischen Unternehmen und Behörden. E-Government wird ein wichtiger Beitrag zur Verwaltungsvereinfachung durch Optimierung der Prozesse sein.

Künftig gilt der Grundsatz: „Die Daten laufen, nicht der Unternehmer“, weil das Internet es ermöglicht, Behörden von überall aus zu kontaktieren. EU, Bund, Länder und Gemeinden sehen deshalb E-Government als eine Chance für eine tief greifende Verwaltungsmodernisierung an und setzen sich dafür strategische Ziele.

Die IHKs setzen sich dafür ein, dass im föderalen Aufbau der Bundesrepublik Insellösungen vermieden werden. Länderübergreifend tätige Unternehmen dürfen keinesfalls zusätzlich belastet werden.

E-Government bietet damit große Chance für die betroffenen Nutzer aber auch Chancen für IT-Unternehmen der Region. Welchen Beitrag sie leisten können und wo evtl. Probleme liegen soll in diesem Themen Panel angesprochen werden.

E-Government gestützte Reformen in der Hessischen Landesverwaltung (Friedrich Ebner): Die Hessische Landesregierung hat eine ambitionierte E-Government-Strategie und setzt sie mit großem Erfolg in die Tat um.

Die erhebliche Steigerung der Effizienz und der Effektivität der Landesverwaltung durch die eingeleiteten und in vielen Bereichen bereits erfolgreich umgesetzten Maßnahmen bei der Nutzung moderner und auf dem Stand der Technik befindlicher Informations- und Kommunikationstechnologien, schafft ein günstiges Klima für Unternehmer und den Arbeitsmarkt. Eine innovative und zeitgemäße Landesverwaltung ist Vorbild für die Modernisierung anderer Verwaltungen und verbessert dadurch die Standort- und Rahmenbedingungen für unternehmerische Tätigkeiten. Hessen wird so zu einer attraktiven Zone für Investitionen, insbesondere für innovative und zukunftsorientierte Unternehmen.

Weiterführende Informationen:

Panel Chairs:
Friedrich Ebner
Abteilungsleiter für E-Government und Informationstechnologie,
Hessisches Ministerium des Innern und für Sport
Dr. August Ortmeyer
Bereichsleiter Dienstleistungen, Infrastruktur, Regionalpolitik,
Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V. (DIHK)
Open Source
In dem Themenpanel Open Source Software (OSS) sollen von den beiden Partnern Danet GmbH und Institut für Angewandte Informatik Darmstadt (aiDa) zunächst Erfahrungen zu zwei Projekten aus der Praxis vorgestellt werden, in denen die Projektentwicklung ausschließlich auf der Basis von bekannten Open Source Produkten durchgeführt worden ist. Daran wird sich zur Vorbereitung der Diskussion eine begriffliche Einordnung von Open Source Software anschließen und es werden juristische Rahmenbedingungen umrissen, in denen sich die Arbeit mit OSS bewegt. Anhand von Thesen und Fragestellungen zu den Kernbereichen Kosten, Nutzen und Risiken sollen in der moderierten Diskussion Ergebnisse und Einschätzungen erarbeitet werden. Den Abschluss der Diskussion wird eine Ideenskizze bilden, wie konkrete Beiträge aus der Region zur stärkeren Nutzung von OSS aussehen können.

Weiterführende Informationen:

Panel Chairs:
Prof. Dr. Günter Turetschek
Geschäftsführender Direktor,
Institut für Angewandte Informatik Darmstadt (aida),
Hochschule Darmstadt (h_da)
Dr. Michael Lipp
Danet GmbH
IKT 2020 – Mittelstandsförderung
Mit dem Programm „KMU-innovativ“ fördert das BMBF Spitzenforschung Kleinen und Mittleren Unternehmen in wichtigen Zukunftsbereichen.

Die Förderung innerhalb der Technologiefelder erfolgt themenoffen: Wichtiger als die exakte Einordnung in ein spezifisches Themengebiet sind Exzellenz und Innovationsgrad des geförderten Projektes sowie hohe Verwertungschancen.

Das Themenpanel beschäftigt sich mit: Panel Chairs:
Ina Petersen
Forschungsfoerderberatung des BMBF,
Forschungszentrum Juelich GmbH
Karl-Georg Schon
Leiter des Referats IKT-Politik,
Auswärtiges Amt
IT-Sicherheit
IT-Systeme sind, egal ob es sich um die privater Anwenderinnen und Anwender oder ganze Firmennetze handelt, Hackerangriffen und Bedrohungen durch Schadprogramme ausgesetzt. Sichere Informationstechnik ist in Anbetracht der steigenden Gefährdungslage heute eine der wichtigsten strukturellen Herausforderungen für moderne Industriestaaten. Für Unternehmen ergibt sich ein erhebliches Wertschöpfungspotential aus der Nutzung des Internets für ihre Geschäftsprozesse oder auch zur Etablierung neuer Business-Modelle. Offene Unternehmensportale, die Einbindung mobiler Geräte und drahtloser Kommunikationsnetze und die Internet-basierte Zusammenarbeit zwischen Unternehmen ermöglichen eine enorme Flexibilisierung und Verbesserung heutiger Unternehmensprozesse. Andererseits ist deren Nutzung mit hohen IT-basierten Sicherheitsrisiken verbunden. So nehmen die gezielten Angriffe auf Unternehmensnetze z.B. durch Wirtschaftskriminalität Jahr für Jahr stark zu. Gleichzeitig steigen die unternehmerischen Verpflichtungen zum Nachweis der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und Regulierungen, wie Datenschutzverpflichtungen oder Compliance-Anforderungen. IT-Sicherheit übernimmt somit sowohl eine Schutzaufgabe, ist aber auch eine Enabling-Technologie, um neue Geschäftsprozesse, z.B. im e-Commerce, zu ermöglichen.

Ziel des Panels ist es, mit den Teilnehmern u.a. folgende Fragen zu diskutieren: Welche innovativen Sicherheitslösungen werden benötigt, damit die neuen Technologien sicher nutzbar sind? Welche konkreten Enabling-Technologien stehen in Forschung und Wirtschaft bereits zur Verfügung? Welche Succces-Stories gibt es für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Forschung, Wirtschaft und/oder Staat? Was sind die Erfolgsfaktoren, damit IT-Sicherheit made in Germany als Qualitätslabel auch ein Exportschlager wird?

Weiterführende Informationen:

Panel Chairs:
Prof. Dr. Claudia Eckert
Institutsleiterin,
Fraunhofer-Institut für Sichere Telekommunikation (SIT)
Martin Schallbruch
IT-Direktor,
Bundesministerium der Innern (BMI)
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