Initiatoren des IT-Forum
- Brigitte Zypries, Bundesministerin der Justiz, Mitglied des Dt. Bundestags,
- Prof. Dr. Maria Overbeck-Larisch, Präsidentin der Hochschule Darmstadt,
- Karl-Heinz Streibich, Vorstandsvorsitzender der Software AG,
- Walter Hoffmann, Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt,
- Dr. Michael Römer, Präsident der IHK Darmstadt Rhein Main Neckar
IT-Technologie im Kontext moderner Politik
Brigitte Zypries
Bundesministerin der Justiz, Mitglied des Dt. Bundestags (Vita)
Politik und IT – im Jahr 2008 ist die eine ohne die andere nicht mehr vorstellbar.
Politik gestalten bedeutet heute immer auch Informationstechnologie gestalten.
Gesundheitskarte, biometrischer Reisepass oder Handel mit CO2-Emissionszertifikaten – gesellschaftliche
Reformen sind ohne den Einsatz modernster IT nicht mehr vorstellbar.
Auch bei der Modernisierung der Justiz in Deutschland und in Europa ist die Informationstechnologie ein entscheidendes Hilfsmittel.
Dabei profitieren Rechtsuchende und Gerichte gleichermaßen von den neuen technischen Möglichkeiten.
Mit Hilfe der IT können gerichtsinterne Arbeitsabläufe effizienter gestaltet werden. Grenzüberschreitende
Verfahren können dank der modernen Informationstechnologie schnell und unkompliziert durchgeführt werden.
Das sind wesentliche Voraussetzungen dafür, dass die Bürgerinnen und Bürger schnell zu ihremRecht kommen.
Deutschland belegt heute als IKT-Standort im weltweiten Vergleich einen Spitzenplatz.
Bei der Entwicklung von informationstechnischen Lösungen für den Bereich der Justiz und der Verwaltung haben wir in
Europa eine Vorreiterrolle. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, müssen sich Politik, Wirtschaft und Wissenschaft
gemeinsam für die Förderung der Informationstechnologie und für die Verbesserung der IKT-Infrastrukturen einsetzen.
Hier ist der Bundebenso gefordert wie die regionalen IT-Hochburgen, denn auch in einer globalisierten Branche ist
eine regionale Verankerung unerlässlich.
Darmstadt gehört mit einer Vielzahl von Unternehmen, mit den Fraunhofer-Instituten,
der TechnischenUniversität und der Hochschule Darmstadt zu den führenden High-Tech-Regionen
in Deutschland. Es freut mich daher besonders, dass die Bundeskanzlerin das Darmstadtium als
Tagungsort für den 3. Nationalen IT-Gipfel im November 2008 ausgewählt hat. Dies unterstreicht
noch einmal, dass von der Region Darmstadt Rhein Main Neckar entscheidende Innovations- und
Wachstumsimpulse für ganz Deutschland ausgehen.
Darmstadt kann maßgeblich zum Erfolg des nationalen IT-Gipfels beitragen – und
gleichzeitig kann die Region erheblich von den Fortschritten auf Bundesebene profitieren.
Diese Chancen sollten wir gemeinsam nutzen. Ich lade Sie daher herzlich ein, beim IT-Forum
Darmstadt Rhein Main Neckar am 16. Mai 2008 mit IT-Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und
Verwaltung über die Entwicklungspotenziale der Region zu diskutieren – damit wir auch in Zukunft
in der Champions League der IT-Standorte ganz vorne mitspielen!
Hochschulausbildung als Stärke des Standorts
Prof. Dr. Maria Overbeck-Larisch
Präsidentin der Hochschule Darmstadt (Vita)
Ziel des nationalen IT-Gipfels der Bundesregierung ist es, den Wirtschaftsstandort Deutschland
über eine intensivere und noch intelligentere Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) zu stärken. Ein Ansatz, der durch die weiterhin
großen Potenziale der IKT als Innovations- und Wachstumsträger
große Erfolgsaussichten hat. Doch braucht das Dach der nationalen Initiative auch starke regionale Säulen, auf die es sich stützen kann. Die Region Rhein Main Neckar ist eine dieser Säulen. Mit etwa 4500 Unternehmen gehört sie zu den größten IT-Zentren Deutschlands und Europas.
Voraussetzung und Träger dieser Stärke sind in erster Linie gut ausgebildete Fachkräfte. Innovationsfähigkeit, Dynamik und Wachstumsaussichten hängen direkt von ihrer Verfügbarkeit ab. Mit einem sich verschärfenden Fachkräftemangel im IT-Sektor sind ambitionierte Ziele nur schwer erreichbar.
Viele der erfolgreichen Fachkräfte im IT-Sektor Rhein Main Neckar haben an der Hochschule Darmstadt studiert. Mit ihren rund 9700 Studierenden gehört sie zu den größten deutschen Fachhochschulen. In ihren fachlichen Schwerpunkten spiegelt sich auch die Stärke der IT in der Region wieder. So hat sich die Mehrheit ihrer Studierenden für die Informations- und Ingenieurwissenschaften entschieden, allein 1400 von ihnen für die Informatik, so viel wie an keiner zweiten deutschen Fachhochschule. Dass gerade erst im
aktuellen Sommersemester die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger am Fachbereich
deutlich zugenommen hat, ist Ergebnis des guten Rufs der h_da-Hochschulausbildung. Ihr zentrales Qualitätsmerkmal ist neben der wissenschaftlichen Fundierung die konsequente Praxisnähe.
So gehört das Informatikstudium der Hochschule Darmstadt laut trendence-„Absolventenbarometer 2007“ zu den besten fünf Ausbildungsangeboten in der Informationswissenschaft in Deutschland. Insbesondere der Praxisbezug der Ausbildung und die Stärke der Wirtschaftskooperationen am Fachbereich werden von Informatikstudierenden der Hochschule als besonders attraktiv angesehen.Der Erfolg dieser Ausrichtung zeigt sich in den ausgezeichneten Berufschancen unserer Absolventinnen und Absolventen. In Umfragen der„Wirtschaftswoche“ belegt die h_da seit Jahren Spitzenplätze im Ansehen deutscher Personalchefs.
Das Qualitätsmerkmal der Praxisorientierung setzt enge Beziehungen unserer Professorinnen und Professoren zu Unternehmen der Region voraus. Daher haben partnerschaftliche Beziehungen zur Wirtschaft der Region für die Hochschule Darmstadt eine hohe Priorität. Wie in der strategischen Partnerschaft mit der Software AG können unsere Studierenden in gemeinsamen Forschungsprojekten und Lehrveranstaltungen aus dem Praxiswissen unserer Partner viele Vorteile ziehen. Auf der anderen Seite erhalten die Partnerunternehmen aus der h_da wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung ihrer Produkte und die Möglichkeit, früh den Kontakt zu potenziellen neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aufzubauen. Nur wenn Wissenschaft und Wirtschaft eng zusammenarbeiten, können wir den IT-Standort der Region nachhaltig stärken. Das IT-Forum Rhein Main Neckar kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Ich freue mich darauf!
Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft
Ausbildung und Forschung – Wichtige Bausteine für einen wettbewerbsfähigen IT-Standort
Karl-Heinz Streibich
Vorstandsvorsitzender der Software AG (Vita)
In Darmstadt und Rhein Main Neckar ist in den letzten Jahrzehnten eine IT-Region entstanden, die einmalig in Deutschland und Europa ist. IT und Software sind Zukunftstechnologien, die über die Produktivität von Firmen, also den Lebensstandard von morgen entscheiden. Netzwerkbildung ist dabei ein Erfolgsrezept, um die Entwicklung von Software in Deutschland international führend zu machen
und somit Deutschland als Produktionsstandort halten und ausbauen zu können. Die Automobilindustrie zeigt das seit Jahrzehnten. Das IT-Forum Darmstadt Rhein Main Neckar, das am 16. Mai 2008 im darmstadtium stattfindet, bietet die richtige Plattform, um die regionalen Akteure weiter zu vernetzen.
Ausbildung und Forschung sind dabei wichtige Bausteine. Mit der Hochschule Darmstadt und der Technischen Universität Darmstadt gibt es zwei exzellente Hochschulen und somit den direkten Zugang zu hochqualifizierten Fachkräften, gerade im technischen Bereich. Nicht zuletzt deswegen hat die Software AG derzeit keinen Fachkräftemangel, im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen der IT-Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft Ausbildung und Forschung – Wichtige Bausteine für einen wettbewerbsfähigen IT-Standort Branche. Ergänzt wird diese geballte Kraft durch die Fraunhofer
Institute, das Europäische Satellitenkontrollzentrum ESA oder das Zentrum für Datenverarbeitung ZGDV.
Nur im Verbund mit der Wissenschaft ist es Unternehmen möglich, neueste wissenschaftliche Trendsaufzuspüren und marktfähig zu machen. Die Software AG praktiziert im Raum Darmstadt aufgrund der vorhandenen Hochschullandschaft mehrere Projekte mit großem Erfolg. Die in Darmstadt vorhandene regionale Mischung aus Lehre, Wissenschaft, Forschung und erfolgreichen Unternehmen ist gerade für die IT-Industrie von besonderer Bedeutung.
Trotz dieser Stärken stehen wir aber erst am Anfang einer Entwicklung. Wir müssen es gemeinsam schaffen, die Stärken der Region, ihrer IT-Unternehmen und ihrer wissenschaftlichen Einrichtungen noch besser als bisher auszuschöpfen und zu vernetzen. Dabei müssen alle anpacken, große Unternehmen, kleine Unternehmen, Hochschulen, Forschungsinstitute, Politik, Verwaltung und Verbände. Lassen Sie uns Wachstumspotenziale gemeinsam neu entdecken!
IT-Region als Marke etablieren
Impulse zur Verwirklichung einer Vision
Walter Hoffmann
Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt (Vita)
Die Bedeutung von Informationstechnologie muss heute nicht mehr betont werden. Die
Rolle, die unsere Region dabei spielt, aber schon. Für viele in
der Region ist es selbstverständlich, dass hier zahlreiche IT-Firmen zuhause sind. Fast jeder
von Ihnen kennt jemanden, der bei einem Unternehmen oder einem wissenschaftlichen Institut
tätig ist, das direkt oder indirekt mit IT zu tun hat.
Es muss nicht immer ein IT-Spezialist sein. IT-Unternehmen haben kaufmännische Abteilungen, Mitarbeiter essen in einer Cafeteria und die Büros werden gereinigt. Es profitieren also
nicht nur IT-Spezialisten von den IT-Unternehmen in der Region.
Was aber bedeutet es, die IT-Szene zu vernetzen?
Bei dem ersten Vorbereitungstreffen zu diesem IT-Forum waren selbst die Kenner der Szene
erstaunt. Eine IHK-Studie zeigt im Bezirk „Darmstadt Rhein Main Neckar“ rund 4500 Unternehmen, die Informations- und Kommunikationstechnik als Geschäftsfeld angeben.
Wir möchten den Kristallisationspunkt bieten, an dem diese Unternehmen sich finden können, zu Kooperationen bei Aufträgen wie auch bei Forschung und Entwicklung.
Was nützt es aber, auch gemeinsam national und international zu zeigen, dass man aus
der gleichen Region kommt? Vielleicht kann ich das mit einfachen Beispielen erklären: Wenn
Sie ein Messer kaufen und kennen den Hersteller nicht, aber die Adresse lautet „Solingen“ –
wie denken Sie über das Produkt?
Wenn Sie etwas zu feiern haben und wollen etwas Besonderes einkaufen. Sie kennen die Hersteller nicht, doch das Prokukt kommt aus Champagne – wie denken Sie darüber?
Eine Innovation im IT-Bereich macht Schlagzeilen, von einem Unternehmen, von dem Sie Eine
noch nie gehört haben. Doch das Unternehmen ist im „Silicon Valley“ zu Hause – wie denken Sie
darüber?
Meine Vision ist, dass IT-Unternehmen aus der Region Darmstadt Rhein Main Neckar in einigen Jahren einen ähnlichen Effekt in Asien oder Amerika erzielen. Der Nationale IT-Gipfel hat sich dieses Ziel für Deutschland gesetzt. Das IT-Forum Darmstadt Rhein Main Neckar greift diesen Impuls auf und trägt ihn in „die“ deutsche IT-Region.
Mein Dank dafür gilt den Impulsgebern. Den regionalen Teilnehmern des Nationalen IT-Gipfels:
der Bundesjustizministerin und Bundestagsabgeordneten Brigitte Zypries, der Präsidentin
der Hochschule Darmstadt, Prof. Maria Overbeck-Larisch, und dem Vorstandsvorsitzenden der Software AG, Karl-Heinz Streibich. Nicht zuletzt aber auch den Unternehmen und Einrichtungen,
die dieses Forum unterstützen.
Geballte IT-Kompetenz präsentieren
Dr. Michael Römer
Präsident der IHK Darmstadt Rhein Main Neckar (Vita)
4500 IT-Unternehmen in Südhessen beschäftigen 25 000 Fachkräfte in der IT-Branche: Darmstadt Rhein Main Neckar ist einer der führenden Standorte für Informations- und Kommunikationstechnologien in Deutschland. Für viele Branchenkenner ist die Engineering Region sogar die Nummer 1. Unsere Universitäten und Hochschulen bilden den IT-Nachwuchs aus und stärken gemeinsam mit zahlreichen Forschungsinstituten die Region als zukunftsfähigen IT-Standort. Auch die Industrie- und Handelskammer (IHK) Darmstadt
sieht das große Potenzial der Region für diese Branche und stärkt ihre Position duch das von ihr initiierte Netzwerk IT4work.
Doch die Region Darmstadt Rhein Main Neckar muss ihre Stärken noch viel deutlicher nach außen tragen. Sie ist noch zu zurückhaltend und zu wenig selbstbewusst. Dabei kann und darf sich der IT-Standort mit seinen Schwerpunkten in Darmstadt und Darmstadt-Dieburg nicht länger verstecken! Das regionale IT-Forum am 16. Mai im Darmstadtium soll ein erstes und vor allem für alle sichtbares Zeichen setzen: Experten aus der Wirtschaft und der Wissenschaft haben an diesem Tag die Gelegenheit geschlossen aufzutreten und die geballte IT-Kompetenz unserer Region zu präsentieren.
Dabei sollten die IT-Unternehmen aus der Sicht der IHK Darmstadt das Forum nicht ausschließlich als Plattform für die eigene Profilierung nutzen. Vielmehr muss das IT-Forum ein Ort
sein, der die Kommunikation untereinander und zwar auch branchenübergreifend anstößt oder
intensiviert. Das gilt auch für kleine oder mittelständische Betriebe. Gerade im Wettbewerb
um die besten Fachkräfte oder im Wettstreit der Regionen um Fördermittel ist für sie die Beteiligung in Netzwerken, Unternehmensverbünden und Konsortien überlebenswichtig.
Mindestens genauso wichtig ist die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft. Sie ist seit mehr als zehn Jahren für die IHK Darmstadt ein wichtiges Thema: Angefangen hat es mit dem Innovationsclub, heute verzahnt IT4work erfolgreich die Interessen von Forschern und Unternehmern. Das Netzwerk ist nicht ohne Grund ein Hauptpartner des IT-Forums. Trotzdem besteht noch Verbesserungsbedarf
– damit die Engineering Region Darmstadt Rhein Main Neckar in Zukunft noch mehr Investoren und Fachkräfte anlocken kann.
IT4work Webseite

